Tipps für Rucksackreisende

Die Ferien stehen in den Startlöchern und bei so manchen Reisenden ist der Rucksack zum Erkunden der Welt bereitgestellt. Heute gibt es Tipps, wie man seinen treuen Begleiter auf den Schultern leicht und sinnvoll packt.

Vorbereitung

Bevor man sich alles hinauslegt, was man mit auf die Reise nehmen möchte, sollte sichergestellt sein, welche Merkmale der Rucksack haben muss. Ist es wichtig, dass er einen Hüftgürtel hat, wenn man viel laufen möchte, oder braucht er unbedingt einen integrierten Regenschutz, da eine feuchte Region das Reiseziel ist? Wenn man genaue Vorstellungen hat, kann man sich mit diesen Angaben im Geschäft beraten lassen.

Wenn der Rucksack startklar ist, fängt man am besten in Kategorien an. Einige sind hier aufgelistet und dienen als Orientierung. Eine sehr nützliche Regel lautet, dass man das Schwerste in den unteren Teil des Rucksacks auf Höhe des Rückens packen sollte.

Kleidung

Oftmals neigt man dazu, zu viel einzupacken. Am besten ist es, wenn man Kleidung einpackt, die man sehr mag, und jene, die multifunktionsfähig ist. Eine Regenhose kann nicht nur bei Regenwetter nützlich sein, sondern auch bei kälteren Temperaturen, wenn es Nacht wird. Man braucht dann keine zweite lange Hose. Das gleiche gilt für die Regenjacke, am besten mit Kapuze. Möchte man es lieber kuschelig haben, kann man einen Pullover einpacken und diesen beim Campen als Kopfkissen benutzen.

Ist das Reiseziel eine sehr warme Region, dann wird der Bikini zur normalen Unterwäsche und somit wird an Gepäck gespart. Ein Paar feste Schuhe und ein Paar offene reichen im Normalfall auch aus. Das Paar, welches man nicht trägt, kann außen am Rucksack mit den oftmals angebrachten Schnallen vom Rucksack befestigt und umhergetragen werden.

Zu empfehlen sind noch eine Mütze zum Sonnenschutz und eine Bauchtasche, damit Wertgegenstände, wie das Portemonnaie, am Körper getragen werden können. Sollte im Freien geschlafen werden, dann ist die Bauchtasche ein Muss.

Schlafen

Wenn man im Freien und in warmen Regionen übernachten möchte, dann braucht man kein Zelt mitnehmen. Durchaus können eine Isomatte, ein Schlafsack und eine Plane zum Überdachen ausreichen. Auch die geliebte Hängematte ist leichter als ein gesamtes Zelt. Ansonsten gibt es empfehlenswerte Möglichkeiten wie Airbnb und Couchsurfing, um günstiger zu reisen.

Kochen

Als Backpacker sollte man darauf achten, genug Wasser dabei zu haben. Besonders bei hohen Temperaturen ist es wichtig und nicht überall findet man eine Wasserquelle. Dafür eignen sich wiederauffüllbare Flaschen und ein kleiner Becher, den man nicht nur zum Trinken, sondern auch zum Wasser holen benutzen kann.

Nahrungsmittel wie Reis, Haferflocken und Nüsse eignen sich gut bei Rucksackreisen.

Zum Kochen muss man nicht unbedingt ein Feuer machen, ein Gaskocher mit Kartusche und ein Topf wiegen nicht so viel und lassen sich gut verstauen. Ein gutes Taschenmesser und vielleicht noch ein Löffel reichen an Geschirr völlig aus.

Badutensilien

Natürlich könnte man den Topf mit Sand am Meer säubern und ausspülen, doch einen Lappen kann man ruhig mitnehmen. Da gebräuchliche Handtücher schwer sind und langsam trocknen, gibt es welche aus Mikrofaser. Der Vorteil ist, dass diese schnell trocknen, sehr klein zu falten sind und den gleichen Zweck erfüllen.

Ein Tipp an Reisende ist auch, an Sonnencreme und bei hoher Lärmempfindlichkeit an Ohrstöpsel zu denken. Ein einziges Stück Seife reicht aus, um Körper, Haare, Kochtöpfe und die schmutzige Kleidung zu reinigen. Es gibt zudem biologisch abbaubare Seife, um die Umwelt zu schonen. Frauen empfiehlt sich, eine Menstruationstasse zu benutzen, da dadurch kein Müll produziert wird.

Nützliches

Wer keinen Atlas mitnehmen möchte, kann sich Offline-Maps als App herunterladen. Als App gibt es auch Währungsrechner und Planer für Finanzen. Da Backpacker jedoch nicht immer an Strom gelangen, sind Akkus und Powerbanks hilfreich, darunter gibt es auch solarbetriebene. Kleine Helfer, die wichtig und oft vergessen werden, sind Müllbeutel, ein Schloss für den Rucksack oder Spinte im Hostel, Adapter und ein Edding, vor allem, wenn es ums Trampen geht und man mit einem Pappschild an der Straße steht. Gaffer Tape sollte im Gepäck auch nie fehlen, da es vielseitig einsetzbar ist, sowie Nadel und Faden.

Neben diesen Utensilien ist es bewährt, wenn kleine Freuden im Rucksack sind. Das kann ein Foto, ein Duftstäbchen oder ein Handschmeichler sein. Reisen ist etwas Abenteuerliches und nicht immer läuft alles so wie geplant. Um sich selbst wieder ein kleines Stimmungshoch zu geben, kann so ein kleines Extra wirklich Wunder bewirken.

In diesem Sinne: Gute Reise!

Text: Anne Pollenleben

Fotos: Amac Garbe

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