Unsere Tipps der Woche

Das Wetter driftet Richtung Herbst ab und die Veranstaltungen fallen wir Kastanien von den Bäumen. Wir haben ein paar Herbstfrüchte für Euch gesammelt.

Montag, 14.9.

Das Dresdner Nachhaltigkeitsfestival Dear Future startet heute in seine Festivalwochen und ist zu Beginn beim Montagscafé des Staatsschauspiel Dresden zu Gast. Ab 15 Uhr gibt es im Kleinen Haus ganz im Zeichen des Mottos „Connected – Für ein faires, globales Miteinander“ zu einer Tausch- und Verschenkbörse, Siebdruck, Upcycling-Workshops für Seife, Markt der Möglichkeiten, Gespräche, Kultur und Beratung – und zwar bis 22 Uhr und natürlich kostenfrei. Morgen um 17 Uhr gibt es etwa ein gemeinsames Abendbrot im Innenhof des Hauses der Begegnung.

Noch bis zum 27. September läuft die Aktion Stadtradeln in Dresden, auch Campusrauschen ist dabei. NAJU und NABU Dresden laden in diesem Zusammenhang heute um 16.30 Uhr zu einer Radtour ein, Start unterhalb der Albertbrücke auf Neustädter Seite. Eine Anmeldung schadet nicht.

Kommunikation macht ja manchmal vollkommen meschugge. Wichtig also, Tacheles zu reden. Oder ist das alles Schmonzes? Um Begriffe wie solche geht es bei der heutigen satirischen Lesung von Alexander Estis in der Volkshochschule Dresden, denn er hat sich mit dem Jiidischen in der deutschen Sprache auseinandergesetzt. Die Teilnahme ist kostenfrei, aber nur nach Anmeldung. Start: 18 Uhr.

Die Sternwarte Gönnsdorf, die zur Sonnenfinsternis im August regelrecht überrannt wurde und damals schon Fragen zur Astrofotografie beantworten musste, hat dazu jetzt einen Vortrag aufgelegt, Ab 19 Uhr erfahrt Ihr zum Beispiel, was eine Kamera wahrnimmt, ein Auge aber nicht. Vorwissen ist nicht nötig.

Um 100 Jahre Georg-Arnhold-Bad geht es heute um 19.30 Uhr im Veranstaltungssaal der Bibliothek im Kulturpalast. Kostenpunkt: sechs bzw. neun Euro.

Dienstag, 15.9.

Wenn‘s das Haushaltsgerät nicht mehr tut, könnt Ihr heute zwischen 17 und 19.30 Uhr im RepairCafé im SLUB Makerspace selbst Hand anlegen. Und Freund:innen der VG Dresden können ab 19 Uhr im Biomarkt auf der Friedensstraße 2f auf das 35-jährige Bestehen der Verbrauchergemeinschaft anstoßen. Am Samstag gibt es ebenda ein Regionalfest.

Anfang Oktober kommt Jelena Ilić mit ihrem sehr persönlichen ersten Langfilm „Eine Krankheit wie ein Gedicht“ ins Kino, der die Filmemacherin und ihren Vater bei der Annäherung zeigt, als er aus der forensischen Psychiatrie entlassen wird. Dabei ist nicht nur dieser Einblick in eine Familie, die mit einer psychischen Erkrankung und ihren Auswirkungen kämpft, äußerst sehenswert, sondern vor allem auch Ilićs vielfältig angewandte Formensprache, die die familiäre Annäherung versinnbildlicht – tauschen Vater und Tochter doch regelmäßig ein Skizzenbuch aus, in dem sie ihre Gefühlswelt zeichnerisch festhalten. Als Premiere ist der gefühlvolle Film schon heute um 18 Uhr im Programmkino Ost zu sehen, wobei die Regisseurin anwesend ist. Karten gibt es ab 7,50 Euro.

Politisch wird es heute sowohl in der Dreikönigs- als auch in der Frauenkirche. In ersterer geht es um die Bedeutung der DDR-Erfahrung für den Blick auf Belarus, was ab 18 Uhr u. a. Evelyn Zupke, SED-Opferbeauftragte der Bundesregierung, und Dr. Nancy Aris, Sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, diskutieren. In der Frauenkirche wird 1,5 Stunden später der Blick gen Westen gerichtet und auf das Bündnis zwischen den USA und Europa – in englischer Sprache.

Mittwoch, 16.9.

Im Rahmen der Kabinettausstellung „Italien in Farbe. Landschaftsbilder des späten 19. Jahrhunderts im Albertinum“ spricht Konservator Andreas Dehmer heute um 16 Uhr über „Das Kolosseum in Rom. Gesehen von Max Klinger“. Die Teilnahme am Kunstgespräch ist frei, aber Ihr braucht eine Eintrittskarte fürs Albertinum. Treff an der Kasse im Lichthof.

Im Hole of Fame liest Norma Schneider heute um 18 Uhr aus ihrem Buch „Punk statt Putin – Gegenkultur in Russland“, für das sie zahlreiche Menschen in Russland und im Exil interviewt hat. Zudem spricht die Autorin über ihr Buch „Queer. 100 Seiten“ und über neue Projekte. Der Eintritt ist frei.

„Wenn das Klima auf die Psyche wirkt“ ist ein Gespräch im Deutschen Hygiene-Museum Dresden, das heute um 19 Uhr in Kooperation mit Health for Future Dresden stattfindet. Zunächst gibt es drei Impulsvorträge zu Verdrängung, mentaler Gesundheit und Resilienz, danach folgt eine Podiumsdiskussion. Karten bekommt Ihr ab drei Euro.

In der Filmgalerie Dresden in Blasewitz gibt es heute um 19 Uhr ein spanisches Demokratiedrama zu sehen. Darin erreicht ein idealistischer Pädagoge 1935 durch fortschrittliche Lehrmethoden ein Aufbegehren gegen faschistische Strukturen.

Bevor die aktuelle Ausstellung im Zentrum für Baukultur Dresden zur Sichtbarkeit jüdischen Bauens in Sachsen zu Ende geht, ist dort heute um 20 Uhr noch der Dokumentarfilm „Ich bin der Welt abhanden gekommen“ der Dresdner Filmemacherin und Architektin Valérie Madoka Naito zu sehen, die die Künstlerin Susan Donath bei ihren künstlerischen Forschungen zur Geschichte der Synagogen von Ústí nad Labem, Dresden, Teplice und Opole begleitet hat. Anschließend Gespräch. Der Eintritt ist frei, Spenden sind aber willkommen.

Donnerstag, 17.9.

Auf Job- oder Ausbildungssuche? Dann ist heute von 12 bis 18 Uhr das Rudolf-Harbig-Stadion der richtige Anlaufpunkt, denn dort wartet die Jobmesse auf Euch. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Vorab-Reservierung wird empfohlen.

Auf dem Campus der TU Dresden wird heute von 15 bis 19 Uhr ein großes Familienfest gefeiert – wie auch immer Ihr Familie definiert. Geboten werden Wissenschaft, Musik, ein Mitmachzirkus, Sport, Speisen, Getränke und vieles mehr.

„Sind Urlaubsreisen noch zeitgemäß?“, fragt heute um 19 Uhr eine sogenannte Unterhausdebatte im Verkehrsmuseum Dresden.

In der Meschwitzstraße, in der heute gefeiert wird, wurde im Nationalsozialismus jedes dritte Radio des Landes produziert – technische Meisterleistungen trafen dabei auf unmenschliche Ausbeutung. Geführte Rundgänge zur Zwangsarbeit bei Radio Mende gibt es ab heute, 19.30 Uhr und an weiteren Terminen bis November. Anmeldung vonnöten, der Eintritt ist frei.

Freitag, 18.9.

In der Neustädter Markthalle ist am Freitag und Samstag das Slow Fashion Festival zu Gast. Los geht es heute um 15 Uhr, um 17.30 Uhr gibt es eine gesungene Modenschau des Zentralwerkchors. Der Markt ist heute bis 19.30 Uhr und morgen von 11 bis 19 Uhr geöffnet, außerdem gibt es viele weitere Programmpunkte. Und wer lieber tauschen statt kaufen will: Im Café Glocke erwartet Euch heute von 17 bis 20 Uhr ein Flohmarkt.

Im Innside Hotel Dresden wird heute die mexikanische Unabhängigkeit gefeiert, und zwar in Anwesenheit des Botschafters von Mexiko in Deutschland, S. E. Francisco Quiroga. Für zehn Euro Eintritt im Vorverkauf und zwölf an der Abendkasse bekommt Ihr außerdem mexikanische Musik, ein Tasting, passende Getränke, Karaoke, Kinderprogramm und mehr.

Heute Abend startet außerdem das Herbst- und Weinfest Radebeul mit dem Internationalen Wandertheaterfestival. Bis Sonntag gibt es also nicht nur regionale Tropfen, sondern auch Musik und Kleinkunst in Altkötzschenbroda. Am Freitag (ab 17 Uhr) ist der Eintritt frei, am Wochenende gibt es Karten ab sechs Euro. Auch in Meißen wird an diesem Wochenende dem Gott des Weines gefrönt.

Samstag, 19.9.

Der Herbst klopft leise an unsere Fenster und mit ihm kommt die Pilzzeit. Wer beim Sammeln keine Fehler machen will, kann heute um 9.30 Uhr an der Pilzwanderung von Marten Kayser teilnehmen. Anmeldung erwünscht, Treff am Ende der Marienallee.

In der Ludothek in der Johannstadthalle darf heute von 14 bis 18 Uhr exzessiv gespielt werden, denn in ganz Deutschland heißt es „Stadt Land Spielt!“. Der Eintritt ist frei, anmelden müsst Ihr Euch nicht.

Die Scheune ist zurück und feiert das drei Tage lang mit einem Eröffnungsfestival. Heute ab 15 Uhr stehen die Türen des Hauses allen offen mit einem Potpourri der geplanten Formate sowie Gastbeiträgen aus der Nachbarschaft und von Freund:innen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Zum Sommerabschluss könnt Ihr beim objekt klein a heute noch mal draußen feiern – von 19 Uhr heute Abend 24 Stunden lang. Na dann tanzt mal los, bevor es wieder in geschlossene Räume geht!

Der „Ghost Train“ der Cie. Freaks und Fremde, der schon beim diesjährigen Schaubudensommer zu Gast war, fährt heute zur ausgedehnten Premiere ins Societaetstheater ein, ab 20 Uhr und mit anschließender Premierenparty mit Krambambuli. Tickets bekommt Ihr ab elf Euro.

Auch heute ab 14 Uhr: der 5. CSD am Hauptbahnhof Döbeln. Um 18 Uhr Aftershow im Treibhaus bei freiem Eintritt.

Sonntag, 20.9.

Der Kunstverein Dresden ist heute früh um 11 Uhr mit der Tänzerin Sophie Hauenherm und Niklas Jahn an der Orgel in der Frauenkirche zu Gast, um den Gottesdienst mit Tanz, Musik und Wort zu bereichern. Die Frage: Was braucht ein gelingendes Miteinander in Vielfalt und gegenseitiger Teilhabe?

Im Museum der Westlausitz in Kamenz ist heute letztmalig die Ausstellung des Künstlers Stephan Popella mit seinen „Bildern einer heilen Welt“ zu sehen. Finissage ab 14 Uhr mit Museumsleiterin Friederike Koch-Heinrichs und dem Künstler. Tickets sollten vorab reserviert werden.

Außerdem letzter Tag der Ausstellung „Japan auf Papier in Dresden. Utamaro, Hokusai, Hiroshige und die Grafik der Moderne“ im Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden im Residenzschloss. Zutritt für sechs, ermäßigt 4,50 Euro. Geöffnet von 10 bis 17 Uhr.

Text: Nadine Faust

Foto: Amac Garbe

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