Zwischen Elbe und Huhn

Industriebrachenumgestaltung: In den ehemaligen Muskator-Werken in Riesa ist an diesem Wochenende dieser besondere Mix aus Industriebrache und Urban Art noch zu erleben. ibug heißt das Festival verkürzt und findet heuer zum 21. Mal statt – und das ehrenamtlich organisiert.

Weniger politisch ist das Festival in diesem Jahr, auch wenn Donald Trump etwa in der Form eines Riesenbabys mit der Hand an einem roten Knopf vor sich hin schlummert oder vereinzelte Sticker und Aufsteller eine weltoffene Gesellschaft propagieren bzw. bestimmte Strömungen kommentieren. Es macht aber wie immer Spaß, die „Schmiiniaturen“ von André Schmidt aus Leipzig aufzustöbern und den Geschichten zu lauschen, die Kunstvermittler:innen zu den einzelnen Werken zu erzählen haben. Achtung: Es gibt dazu zwei verschiedene Rundgänge.

Auch wer sich für die Geschichte des Geländes an der Elbe interessiert, kann eine spezielle Führung machen – und mit etwas Glück gibt es dabei Räumlichkeiten zu sehen, die nicht jede:r vor die Augen bekommt. Alternativ zeigt eine kleine Ausstellung in der Hüblermühle die Geschichte des Geländes, das zunächst aus mehreren Mühlen und Getreidesilo bestand und in der DDR zum Tierfutterwerk umgebaut wurde.

Am Samstag (5.9., 15 Uhr) gibt es darüber hinaus ein Zeitzeug:innengespräch mit Ralf Menzel zum ersten Graffito in Riesa und am Sonntag (6.9., 12 Uhr) ist der Dresdner Balearic Sunday von Philipp Demankowski vor Ort, um am Elbufer musikalisch einzuheizen. Auch ein Kurzfilmprogramm des Filmverband Sachsen ist zu sehen. Viele Möglichkeiten also, die Erkundung der näheren Umgebung mit Geschichte und Kunst zu verbinden.

Ein Tagesticket gibt es ab 13 Euro, das Wochenendticket kostet 27 Euro.

Text: Nadine Faust

Fotos: Matthias Pohl & Nadine Faust

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