Noch mehr umsonst und draußen: das 33. FILMFEST DRESDEN

Natürlich sind nicht alle Veranstaltungen der diesjährigen Ausgabe des Dresdner Filmfests umsonst und draußen. Jedoch warten auf uns Cineast:innen ab heute dank Corona noch mehr kostenfreie Open-Air-Screenings auf dem Neumarkt als in den vergangenen Jahren. Campusrauschen sprach mit Hannah Busch (19 Jahre), der Bundesfreiwilligendienstleistenden beim Filmfest, über die Vorbereitungen, das Programm und ihre Geheimtipps.

Die Pandemie hat ihre Spuren in der Kulturlandschaft Dresdens hinterlassen. Doch seit einigen Wochen mehren sich die Veranstaltungen und so kann auch das Filmfest – mit drei Monaten Verspätung – wie geplant stattfinden. Die gebürtige Marburgerin Hannah Busch, die seit September das Filmfest im Rahmen eines Bundesfreiwilligendienstes mitgestaltet, blickt optimistisch auf das Festival: „Es gab im Vorfeld eine riesengroße Ungewissheit, schließlich können sich die Vorschriften jederzeit ändern. Aber jetzt freuen wir uns alle auf ein gutes Filmfest mit einer coolen Atmosphäre.“ Die werde sich besonders beim kostenlosen Vorspiel auf dem Neumarkt einstellen, so die 19-Jährige. Denn dort findet vom 9. bis 14. Juli das Open Air statt, bevor vom 13. bis 19. Juli das reguläre Filmfest über die Dresdner Leinwände flimmert.

Auch bei den Filmnächten am Elbufer gibt es in diesem Jahr mehr vom Filmfest zu sehen, etwa die 10. Mitteldeutsche Filmnacht (Donnerstag, 15.7., 21.30 Uhr), die regionale Filmschaffende in den Blick nimmt, das Kids Spezial (Samstag, 17.7., 17 Uhr) oder die bewährte Kurzfilmnacht (Samstag, 17.7., 21 Uhr). Eine weitere Open-Air-Station hat das Filmfest im Tusculum auf dem Campus gefunden, wo Mittwoch bis Freitag jeweils ab 21.30 Uhr kostenlos Filme laufen.

Busch selbst hat in den vergangenen Monaten mehr als 400 Kurzfilme gesichtet – teilweise auch Streifen, die nur in eine Kategorie des Filmfests passen würden: „Seriously! WTF?“ (Freitag, 16.7., 23.30 Uhr, Thalia Kino). Hier rät Hannah Busch, schnell zu sein. Denn die Karten für die „Filme, die zu abgedreht sind für die Wettbewerbe“, seien begehrt.

Der Schwerpunkt des diesjährigen Sonderprogramms widmet sich dem Aktivismus. Die Kurzfilme behandeln nicht nur Prozesse des politischen Wandels, sondern veranschaulichen dabei auch, welche Rolle das Medium Kurzfilm selbst innerhalb dieser gesellschaftlichen Veränderungsprozesse spielt. „Ich glaube, dass Kunst und Kultur ein riesiges Potenzial haben, Menschen zu aktivieren, weil man durch sie immer automatisch – ob man will oder nicht – zum Reflektieren angeregt wird. Der Kurzfilm im Spezifischen ist ein Medium, das am Puls der Zeit ist und bestens geeignet, Diskussionen anzustoßen“, meint Hannah Busch. Jedenfalls hat ihre Arbeit beim Filmfest und die Auseinandersetzung mit gesellschaftsrelevanten Themen sie dazu angeregt, Medien-, Kommunikations- und Kulturwissenschaften zu studieren.

Wer sich allumfassend zum Programm des Filmfests informieren möchte, kann sich im Festivalkatalog in die auserwählten Filme, deren Regisseur:innen und die Rahmenveranstaltungen vertiefen. Wir wünschen Euch jedenfalls viel Spaß beim Entdecken der zahlreichen Filme und Veranstaltungen des Rahmenprogramms.

Karten für alle Vorstellungen erhaltet Ihr für 7,50 Euro online, an den Vorverkaufsstellen oder direkt vor den Veranstaltungen an den Kinokassen. Tickets für das Kinder- und Jugendprogramm sind günstiger. Wer viel Zeit hat und viel schauen will, kaufe sich ein 5er-Ticket für 30 Euro. Tipp: Am Mittwoch (14.7.) ist Festivaltag und alle Eintrittskarten sind für fünf Euro zu haben.

Auch wenn zahlreiche Veranstaltungen draußen stattfinden, gibt es einige pandemiebedingte Vorkehrungen. Informationen zum Hygienekonzept der jeweiligen Spielstätte findet Ihr hier.

Text: Marie-Therese Greiner-Adam

Zum Foto: Die Schauburg Dresden, die Hauptspielstätte des FILMFEST DRESDEN.

Foto: Amac Garbe

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