Filme drehen wie die Profis

Filme drehen und gleichzeitig über eine nachhaltige Zukunft nachdenken. Möglich macht das der Mitmach-Filmpreis Sukuma Award. Campusrauschen hatte die Möglichkeit, die Koordinatorin des Projektes zu treffen und mit ihr darüber zu reden.

Sukuma arts e. V. besteht seit 2006 und versteht sich als Plattform für Menschen, die ökologische und nachhaltige Lebensstile in die Öffentlichkeit tragen wollen. Das Wort Sukuma kommt dabei aus der ostafrikanischen Sprache Kisuaheli und steht für „aufstehen“ und „anstacheln“.

Es gibt innerhalb des Vereins verschiedene Projekte, die verschiedene Schwerpunkte haben, zum Beispiel das bekannte Umundu-Festival oder Stories of Change. Letzteres ist ein Filmprojekt über Personen, die auf irgendeine Art und Weise den Wandel schon leben. Sukuma arts e. V. zeigt auf, wie die Menschen in der Gesellschaft auf dem Weg für ein nachhaltiges Leben unterwegs sein können. Der Verein trägt sich mit dem Gedanken, Bildung über nachhaltige Entwicklung zu vermitteln, wobei Handlungskompetenzen im Mittelpunkt stehen. Jedes Projekt hat eigene Koordinatoren. Lea Kamp ist eine von denen. Sie koordiniert den Sukuma Award.

Kinospot über nachhaltige Ernährung

Sukuma Award ist ein Filmpreis. Jedes Jahr gibt es ein neues Thema. Dieses Mal geht es um nachhaltige Ernährung. Bürger*innen werden aufgerufen, für Dresden und Chemnitz Ideen für kleine Kinospots, sozusagen Antiwerbung, zu entwickeln. „Wir haben ursprünglich mit drei Städten – Dresden, Chemnitz und Leipzig – gearbeitet. Jetzt haben wir entschieden, uns auf zwei Städte zu fokussieren, denn in Leipzig passiert schon unglaublich viel“, sagt Lea, die bis zum Sommer ihren Master in Human Ecology in Südschweden absolviert hat. Die fertigen Spots werden dann auf Kinofestivals oder im Kinoprogramm gezeigt. Im Januar setzt sich die Jury an einen Tisch und schaut, welche Ideen am besten sind. Es wird eine Idee aus Chemnitz und eine aus Dresden ausgewählt. Diese werden dann jeweils als Kurzfilm umgesetzt, weil der Film als Medium eine unglaubliche Reichweite hat. Die Spots sollen dabei durchaus lustig sein. Sie stellen auf kreativ-kritische, witzige Art und Weise Probleme dar, damit Menschen angeregt werden, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Ehrenamtliche Unterstützung gesucht

„Bürger*innen, die in Dresden oder Chemnitz leben oder in den Städten sehr gut erreichbar sind, können teilnehmen“, erzählt Lea. Über die Internetseite des Vereins können Menschen ihre Ideen bis Ende des Jahres einreichen. Die Gewinner*innen bekommen dann die Möglichkeit, mit einem riesigen Team, das aus Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen besteht, zusammenzuarbeiten und einen Film zu entwickeln. Die Filme werden auch von Prominenten unterstützt. Sukuma arts freut sich zudem auf Ehrenamtliche. Jede*r kann helfen und mitmachen. Helfende können in verschiedenen Bereichen tätig werden, zum Beispiel bei Standaktionen. Es ist möglich, Drehorte zu organisieren, sich um Kostüme zu kümmern oder einfach bei Drehtagen dabei zu sein und den Prozess zu unterstützen. Außerdem kann ein Freiwilliges Ökologisches Jahr, ein Praktikum oder ab 27 Jahren ein Bundesfreiwilligendienst absolviert werden. Interesent*innen können einfach eine Nachricht schreiben.

Am Mittwoch, (18.12., 10 bis 16.30 Uhr) findet eine Standaktion vor dem Hörsaalzentrum der TU Dresden statt, wo die Möglichkeit besteht, sich über das Projekt zu informieren. Dort kann man auch schon seine Idee mitteilen.

Text: Anna Shtutina

Foto: Amac Garbe

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