Unsere Tipps der Woche

Dresden zeigt sich in der neuen Woche wieder einmal nicht nur kulturell, sondern auch politisch interessiert. Hier ein paar Beispiele.

Montag, 6.5.

Was geht am Zelleschen Weg? Diese Frage stellt der Studentenrat (StuRa) der TU Dresden heute Abend (19 Uhr) im Potthoff-Bau (POT/81/H) der TU Dresden. Es geht um den Umbau der Verkehrsschneise, der laut Beschluss von 2016 neben einer neuen Straßenbahntrasse einen breiten Fahrstreifen in jede Richtung sowie breite Fahrradwege vorsah. Nun wollen CDU und FDP den Stadtratsbeschluss kippen und zwei Autospuren in jede Richtung beibehalten, was u. a. den grünen Wall vor der SLUB gefährdet. Darüber diskutieren: Stadtrat Johannes Lichdi (Bündnis 90/Die Grünen) für die Fraktionen von Rot-Grün-Rot, Stadtrat Gunter Thiele (CDU) für die Fraktionen von CDU und FDP, das Referat Mobilität des StuRa, Prof. Udo Becker (Lehrstuhl für Verkehrsökologie) sowie Prof. Irene Lohaus (Institut für Landschaftsarchitektur) von der TU.

Dienstag, 7.5.

Heute starten die Dresdner Studententage mit einem Kulturmarkt in der Mensa Zeltschlösschen. Ab 10.30 Uhr präsentieren sich die organisierenden Studentenclubs, das Studentenwerk sowie Dresdner Kulturinstitutionen. Gerade für Dresden-Neulinge eine gute Gelegenheit, das tägliche Mittagessen mit der Erkundung neuer Freizeitaktivitäten zu verbinden. Wohl bekomm’s!

Mittwoch, 8.5.

Schwangerschaftsabbrüche sind nach §218 des deutschen Strafgesetzbuches rechtswidrig und strafbar, diverse Regelungen ordnen den Ausnahmefall. Das Kino im Kasten und das Institut für Geschichte der TU Dresden widmen diesem Thema die Filmreihe „Der §218 im deutschen (Spiel-)Film“, wobei heute eine 35mm-Kopie des Films „Es“ von Ulrich Schamoni aus dem Jahr 1965 zur Aufführung kommt. Los geht es um 20 Uhr, der Eintritt ist frei. Mit einleitendem Vortrag von Prof. Thomas Lindenberger, Direktor des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung.

Donnerstag, 9.5.

Zum 31. FILMFEST DRESDEN gab es ein sechsteiliges Kuba-Programm, ergänzt um eine Ausstellung in der Galerie Raskolnikow mit Fotografie, Video und Malerei von Alfredo Ramos Fernández aus Kuba und Katarzyna Badach aus Polen. Dort liest Marko Martin heute um 19 Uhr aus seinem Buch „Das Haus in Habana. Ein Rapport“. Es moderiert Lutz Rathenow, Sächsischer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Freitag, 10.5.

Schon seit 1956 wird der Deutsche Kurzfilmpreis verliehen – der wichtigste Preis in Deutschland im Kurzfilmgenre. Ein Teil der Nominierten und Preisträgerfilme von 2018 sind heute um 20.30 Uhr im Programmkino Ost zu sehen. Mit dabei ist u. a. Brenda Liens „Call of Comfort“, bei dem die Möglichkeiten und Gefahren von modernen Technologien und deren Ausnutzung humorvoll auf die Spitze getrieben werden.

Lust auf einen Kunstbummel bei Nacht? Dann ist die Lange Nacht der Galerien und Museen im Neustädter Barockviertel genau das Richtige. Geöffnet haben die Häuser von 18 Uhr bis Mitternacht, der Eintritt ist frei.

Samstag, 11.5.

Mehr als ein halbes Jahr wurde das Kunsthaus Dresden saniert, nun wird es mit der Ausstellung „Nachbarschaften 2025“ wiedereröffnet. Anlässlich der Kulturhauptstadtbewerbung wurde eine Manufaktur der Visionen für Dresden und Europa geschaffen. Zur heutigen Eröffnung von 14 bis 21 Uhr gibt es neben den obligatorischen Grußworten beispielsweise auch kulinarische Kostproben vom Containerrestaurant „Zur Tonne“, ein Quiz vom Institut für Abfall- und Kreislaufwirtschaft, eine musikalische Intervention vom Europäischen Zentrum der Künste Hellerau oder auch
Plattenmusik von K & F Records.

Sonntag, 12.5.

Ihr wollt in Dresden mehr Platz fürs Rad? Dann schließt Euch doch der gleichnamigen Demo des ADFC Dresden an. In einer Sternfahrt aus allen Himmelsrichtungen steuern die Demonstrierenden den Skatepark Lingnerallee an, wo es um 15 Uhr zur großen Kundgebung kommt. Wo Ihr in den Corso einsteigen könnt, das erfahrt Ihr online.

Text: Nadine Faust

Foto: Amac Garbe

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