Unsere Onlinetipps der Woche

Nicht nur am dies academicus könnt Ihr über den fachlichen Tellerrand schauen. In dieser Woche gibt es an jedem Tag die Möglichkeit, den eigenen Horizont zu erweitern. Wir sagen Euch wo und wie.

Montag, 3.5.

Heute ist der Internationale Tag der Pressefreiheit, doch Deutschland ist zuletzt in der Rangliste der Reporter ohne Grenzen von Platz 11 auf 13 abgerutscht. Die Medienstiftung der Sparkasse Leipzig, die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung und das Europäische Zentrum für Presse- und Medienfreiheit laden heute um 17 Uhr zum Campustalk „Warum Journalismus (über-)lebenswichtig ist und Informationen ein öffentliches Gut sind“ und beleuchten dabei nicht nur die Lage hierzulande, sondern auch in Polen und Tschechien. Es diskutieren Prof. Karola Wille, Vorsitzende des deutschen Nationalkomitees des International Press Institutes, Oliver Schenk, Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Medien und Chef der Sächsischen Staatskanzlei, sowie Adriana Rozwadowska, Journalistin der Gazeta Wyborcza, der größten unabhängigen Tageszeitung Polens. Es moderiert Dr. Lutz Kinkel, Geschäftsführer des Europäischen Zentrums für Presse und Medienfreiheit. Ihr könnt Euch ohne Anmeldung einwählen.

Eines der renommiertesten Kurzfilmfestivals der Welt, die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen, sind am Wochenende in die 67. Edition gestartet – und die zweite digitale. Bis zum 10. Mai könnt Ihr für das 15-Euro-Ticket das komplette Programme streamen und bekommt zudem Zugriff auf die Plattform This Is Short, die bis 30. Juni weitere Kurzfilme parat hält. So lässt sich gut die Zeit bis zum Dresdner Kurzfilmfestival überbrücken.

Dienstag, 4.5.

Die nächste Projektwerkstatt im Rahmen der Zukunftsstadt Dresden steht an und dieses Mal gibt es Unterstützung von der TU-Umweltinitiative. Habt Ihr zukunftstragende Ideen und wollt ein nachhaltiges Projekt in die Tat umsetzen, aber es fehlen Euch die Skills dazu? Hier bekommt Ihr die Anleitung zur Umsetzung Eurer Idee. Anmeldung bis 3. Mail, die Onlineveranstaltung geht dann heute von 17 bis 20 Uhr über die Bühne.

Mittwoch, 5.5.

Es gibt in diesem Jahr wieder einen dies academicus an der TU Dresden, wenn auch „nur“ online. So könnt Ihr nicht nur verschiedene Hochschulgruppen kennenlernen oder Workshops wie ein Drehbuchseminar besuchen, sondern auch 24 Stunden lang die digitale Schnitzeljagd „Crime Campus“ absolvieren, indem Ihr Aufgaben verschiedener Fachschaftsräte meistert und so das Unigelände vor einem Attentat bewahrt – theoretisch natürlich. Anmeldung über OPAL.

Donnerstag, 6.5.

Frauen können lustig sein. Das wissen wir nicht erst seit Cindy aus Marzahn oder Carolin Kebekus. Dr. Nele Sawallisch von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und Dr. Wieland Schwanebeck von der TU Dresden gehen dem wissenschaftlich auf den Grund und veranstalten ab heute um 15 Uhr bis Samstag 13.30 Uhr das internationale Onlinesymposium „Funny Women“, bei dem sich jede:r Interessierte zeitweise oder die ganze Zeit zuschalten kann. Eine Mail an die beiden Veranstalter:innen genügt. Konferenzsprache: Englisch.

Freitag, 7.5.

Online-Doppelvernissage im riesa efau. Zum einen eröffnet um 20 Uhr die Schau „Berührungsverbote – Annäherung an Gisela E“, wobei sich verschiedene Künstler:innen der Schriftstellerin Gisela Elsner annähern, die die BRD als Fremde wahrgenommen und mit ihrem satirischen und unerbittlichen Blick die Rituale des Klein- und Großbürgertums seziert hat. Zum anderen öffnen sich auch die digitalen Tore zu „Gefühle (r)aus! Glocal Emotions“. Die Ausstellung seziert Gefühle als gesellschaftliches und politisch instrumentalisiertes Phänomen. Nach der gemeinsamen Eröffnung gibt es Ausstellungsrundgänge, an beidem könnt Ihr kosten- und anmeldefrei teilnehmen.

Thematisch passend veranstalten der SFB Invektivität der TU Dresden und das Europäische Zentrum der Künste in Hellerau derzeit auch die Onlinetagung „Shoot or think! Theatrale Invektiven in den Künsten und Medien“, die der Frage der Herabsetzung und -würdigung mittels der darstellenden Künste auf den Grund geht. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenfrei, es können zur Unterstützung aber freiwillig Tickets gekauft werden.

Samstag, 8.5.

„Kommunikation in Krisen“ lernt Ihr heute von 10 bis 16.30 Uhr in einem Workshop der Dresdner Initiative Seelische Erste Hilfe Leisten, gegründet von der Medizinstudentin Tabea Sophie Schwirblat. Im Wokshop geht es darum, wertschätzender zu kommunizieren, anderen in seelischen Krisen zu helfen, sich selbst abzugrenzen, konstruktive Gespräche zu führen und rechtzeitig professionelle Hilfe zu suchen. Für Menschen in Ausbildung kostet die Teilnahme 19 Euro, Anmeldung bis spätestens 6. Mai.

Bodyshaming ist immer noch weit verbreitet und dicke Menschen leiden unter weit mehr als Getuschel. „Fat Acceptance und Feminismus“ heißt deswegen ein Vortragsangebot des *sowieso* Frauen für Frauen e. V. heute um 16 Uhr, der sich mit diesem Thema bzw. mit der Entgegnung, der Body Positivity, befasst. Es referiert „Fett-Aktivistin“ Judith Schreier, die zur Darstellung dicker Körper in US-amerikanischer Literatur geforscht und das erste queere Zinefest in Leipzig, Squeezie, mitorganisiert hat. Anmeldung bis 5. Mai. UPDATE: Der Workshop wurde auf den 22. Mai verschoben.

Sonntag, 9.5.

Auch die Comödie Dresden befindet sich im Dauerlockdown und hat nun einen Livestream aus dem Parkhaus der Centrum Galerie Dresden aufgelegt. Heute um 20 Uhr im Programm: „Tussipark“. Wer also nach der Theorie weiblichen Humor in echt erleben will, könnte hier fündig werden. Tickets gibt es ab 20 Euro.

Text: Nadine Faust

Foto: Amac Garbe

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