Campuskolumne

„Ben, mach doch einfach mal die Campuskolumne!“, wurde mir gesagt. „Das Thema ist ziemlich egal. Nur nicht übers Wetter!“, wurde mir gesagt. „Irgendwas Nettes halt, was man gern liest!“, wurde mir gesagt. Und nun sitze ich hier und darf mich noch nicht mal darüber aufregen, dass es saukalt ist. Na super! Also muss ein anderes Thema her, das kann ja nicht so schwer sein.

Hey, es ist doch Prüfungszeit, denke ich mir. Selbstbemitleidungen überarbeiteter, lernüberdrüssiger Studenten – das liest doch jeder gern! Aber ein Blick auf den Blog zeigt: Ich bin nicht der Erste, der diese grandiose Idee hatte. Also nächste Idee. Komm schon, Ben!

Hui, draußen ist Blaulicht. Da muss ich doch schnell mal schauen … Ich lasse mich zu leicht ablenken, denke ich mir. Daran sollte ich arbeiten. Aber nicht jetzt, schließlich brauche ich erst mal ein tolles Thema.

Als ich das Fenster wieder schließe, fällt mir auf, wie kalt es plötzlich im Raum ist. Wie soll man da denn arbeiten können? Es ist eh schon wieder viel zu kalt draußen, langsam könnte es nun wirklich mal Frühling werden. War es im vergangenen Jahr auch so kalt? Und so viel Schnee? Das ist ja mal wieder typisch: Weiße Weihnachten gab’s nicht und jetzt, wo den Schnee keiner mehr will, verstopft das Zeug die Bürgersteige. Danke, Merkel!

Ich rede mich zu schnell in Rage, denke ich mir. Da ist es doch, mein Thema: Die eisigen Temperaturen auf dem Campus und welche Auswirkungen das auf kälteempfindliche Studenten hat. „Nicht übers Wetter schreiben!“, schießt es mir doch den Kopf. Verdammt!

Tja, dann muss Campusrauschen diese Woche wohl ohne Kolumne auskommen. Nicht meine Schuld, ich habe mein Bestes gegeben. Ich komme wieder, wenn ich endlich übers Wetter schreiben darf. So.

Text: Benjamin Kutz

Foto: Amac Garbe

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