Unsere Tipps der Woche

Langsam neigt sich die vorlesungsfreie Zeit dem Ende. Wenn Ihr nicht gerade im Praktikum seid oder auf Reisen, dann findet Ihr hier ein paar Tipps, um Euch die verbleibenden freien Tage zu vertreiben. Ob Musik, Kunst, Kino oder Theater, von allem ist in der kommenden Woche wieder etwas dabei.

Montag, 23.9.

Im Rahmen der 29. Interkulturellen Tage, die vom 22. September bis zum 13. Oktober unter dem Motto „Zusammen leben. Zusammen wachsen.“ stattfinden, erwartet Euch ein vielfältiges Programm u. a. mit Vorträgen, Gesprächsrunden, Ausstellungen, Festen und Workshops. Am heutigen Montag empfehlen wir Euch zwei der zahlreichen Veranstaltungen:

Von 19 bis 21 Uhr geht es bei einer Diskussionsrunde im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden um das Thema Ökologie und Stadt. Die Veranstaltung ist Teil des wöchentlich stattfindenden Montagscafés, das sich als interkultureller Treffpunkt und Austauschforum versteht. Heute könnt Ihr in interaktiven Tischgesprächen von lokalen Akteuren Wissenswertes über Praktiken von nachhaltigen und ökologischen Lebens- und Produktionsweisen in Dresden erfahren. Besonderer Pluspunkt: Das Ganze wird auch in Arabisch und Farsi übersetzt.

Alternativ besteht die Möglichkeit, ab 19.30 Uhr einer Lesung in der Zentralbibliothek im Kulturpalast (Veranstaltungsraum 1. Etage) zu lauschen. Die Journalistin Ferda Ataman liest aus ihrem 2019 erschienenen Buch „Ich bin von hier. Hört auf zu fragen!“. Provokant, aber auch mit viel Humor erklärt sie, warum Einwanderung kein Ausnahmezustand ist.

Dienstag, 24.9.

Wenn Ihr zwischen 16 und 22 Jahre alt seid, dann könnt Ihr Euch noch bis heute für den zweiten International Dresden Dialogue anmelden, der in Kooperation mit dem Jugendkuratorium 2025 im Rahmen der Dresdner Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europas 2025 unter deren Motto „Creating Neue Heimat“ gestaltet wird. Vom 26. bis 29. September wird es darum gehen, was Jugendliche heute bewegt, wie Kunst und Kultur zur Beantwortung aktueller gesellschaftlicher Fragen beitragen und wie Jugendliche und Erwachsene bei der Gestaltung ihrer Heimat zusammenwirken können. Die Ergebnisse fließen sowohl in die Kulturhauptstadtbewerbung als auch in die Weiterentwicklung kommunaler Jugendbeteiligungsarbeit der Stadt Dresden ein. Konferenzsprache ist Englisch.

Beim Dienstagskonzert im Societaetstheater (Gutmann-Saal) tritt ab 20 Uhr der US-Amerikaner JOHN VAN DEUSEN, ehemaliger Sänger der Band THE LONELY FOREST, auf. Mit „melancholischem Power-Pop“ widmet er sich Themen wie Angst, Verzweiflung und Depression. Am 19. Juli diesen Jahres erschien sein drittes Solo-Album. Tickets an der Theaterkasse kosten im Vorverkauf 10, an der Abendkasse 12 Euro.

Mittwoch, 25.9.

Im Programmkino Ost läuft heute um 19.30 Uhr der vierte und letzte Film der Reihe „Filme vom Abschied“ in Zusammenarbeit mit dem Landesverband für Hospizarbeit und Palliativmedizin Sachsen e. V. Der deutsche Film „Im Winter ein Jahr“ von Caroline Link von 2008 thematisiert Spannungen und unverarbeitete Trauer einer Familie ein Jahr nach dem Tod des 19-jährigen Sohnes bzw. Bruders. Im Anschluss an die Vorstellung gibt es ein Gespräch mit Anke Schramm-Schmidt, Koordinatorin eines Tageshospizes und Trauerbegleiterin vom Christlichen Hospizdienst Dresden e. V. Tickets kosten ermäßigt 6, voll 7 Euro.

Donnerstag, 26.9.

Die TheaterRuine St. Pauli zeigt um 19 Uhr zum letzten Mal in dieser Spielzeit die Komödie „Lysistrata“ nach Aristophanes. Im Zentrum des Stückes stehen starke Frauen, die im Krieg zwischen Athen und Sparta ihre kriegsbegeisterten Männer zum Friedensschluss zwingen wollen. Dazu beschließen sie, sich ihren Männern vorerst zu verweigern. Wir verlosen für diesen Theaterabend zwei Freikartenpaare. Interesse? Dann schreibt bis Mittwoch (25.9., 14 Uhr) eine Mail an leserpost@campusrauschen.de – der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen! Für alle, die kein Glück haben: Ermäßigt bekommt Ihr die Karten für 7 Euro im Vorverkauf und für 8 Euro an der Abendkasse (voll: 11 bzw. 12 Euro).

Freitag, 27.9.

Im Vorfeld zur Festivalwoche des 11. Umundu-Festivals für nachhaltige Entwicklung (30. September bis 5. Oktober) findet vom 27. bis 29. September im Rahmen der Sonderausstellung „Von Pflanzen und Menschen“ ein Symposium im Deutschen Hygiene-Museum statt. Das Wechselverhältnis von Menschen und Pflanzen wird dabei hinsichtlich seiner globalen Entwicklungsgeschichte, der krisenhaften Gegenwart und einer globalen Entwicklungszukunft im Fokus stehen. Experten aus Wissenschaft, Kultur und Zivilgesellschaft werden bei verschiedenen Veranstaltungen zugegen sein. Hier eine kleine Auswahl: Filmvorführung „Über Bananen und Republiken“ (27.9., 20.30 Uhr, Marta-Fraenkel-Saal), Vortrag „Trockenstress und Waldsterben 2.0“ mit Wilfried Küchler – Meteorologe und Klimaexperte (28.9., 11 Uhr, Vortragsraum), Vortrag und Diskussion „Wer ernährt die Welt? Die Zukunft der Landwirtschaft zwischen Utopie und Dystopie“ mit Prof. Knut Schmittke (HTW Dresden) und Robert Strauch (Agroforstkampagne) (29.9., 13 Uhr, Vortragsraum). Tickets für eine Einzelveranstaltung sowie das Tagesticket für Freitag kosten je 5 Euro, das Tagesticket für Samstag oder Sonntag jeweils 10 Euro und das Wochenendticket 20 Euro. Der Eintritt in die Sonderausstellung „Von Pflanzen und Menschen“ ist darin enthalten.

Samstag, 28.9.

An diesem Wochenende findet auch das Herbst- und Weinfest in Radebeul statt, das vom Internationalen Wandertheaterfestival ergänzt wird. Die Feierlichkeiten, die 2019 unter dem Motto „JugendTräume“ stehen, beginnen bereits am Freitag. Zukunftshoffnung, junge Liebe sowie die Neugier auf die Welt sollen dabei das thematische Zentrum des Geschehens bilden. Gestaltet wird das Programm von Schauspielgruppen und Solokünstlern aus aller Welt, von denen Ihr Euch bei einem Glas sächsischen Weins verzaubern lassen könnt. Doch nicht nur Theaterinszenierungen begeistern rund um den historischen Dorfanger von Altkötzschenbroda, auch an musikalischen Beiträgen mangelt es nicht. Auf keinen Fall verpassen solltet Ihr das Finale Grande am Sonntagabend: Das riesige hölzerne Skulpturen-Labyrinth von Richard von Gigantikow, Direktor des Lügenmuseums, und seinem Künstlerteam wird dann vollständig in Flammen aufgehen. Karten für das Spektakel könnt Ihr bis Freitag, 18 Uhr, im Vorverkauf oder an der Tageskasse erwerben. Dafür gelten folgende Preise (Erwachsene/Ermäßigte): Samstag – Vorverkauf: 7/3,50 Euro, Tageskasse: 9/5 Euro und Sonntag – Vorverkauf: 5/2,50 Euro, Tageskasse: 7/4 Euro. Im Vorverkauf werden auch Wochenendtickets für 10 bzw. 5 Euro angeboten. Freitag ist der Eintritt für alle frei.

Sonntag, 29.9.

Wenn Ihr es am Sonntag etwas ruhiger angehen lassen wollt, bietet sich die Gelegenheit für ein bisschen Kunst. Zwei Anlaufpunkte können wir Euch hier empfehlen:

Noch bis 13. Oktober ist in der Motorenhalle die Abschlussausstellung der Meisterschüler der Hochschule für Bildende Künste zu sehen. 16 Absolventen zeigen ihre Arbeiten, die in verschiedensten Bereichen angesiedelt sind: Von Malerei über Skulpturen und Installationen bis hin zu Videoarbeiten ist alles dabei.

Im Kunsthaus wurden am 19. September gleich drei neue Ausstellungen eröffnet, mit denen das Museum für fremde und vertraute Kulturen (MuKul) aus Wien bis Januar 2020 in Dresden gastiert. Mit „Das Verschwinden der Mittelschicht“ zeigt das fiktive Museum, entwickelt von der österreichischen Künstlerin Lisl Ponger, verschiedene Bilder und Objekte zum Thema, so z. B. einen Null-Euro-Schein mit einem Portrait von Karl Marx oder das Diorama eines Großraumbüros bei Nacht. „Lost Horizons“ vereint zeitgenössische künstlerische Positionen aus Nordamerika, „Lisl Ponger: Indian(er) Jones I-V (…it belongs in a museum)“ hingegen ist eine Einzelschau der genannten Künstlerin. Der Eintritt ins Kunsthaus kostet normal 4, ermäßigt 2,50 Euro.

Text: Marie-Luise Unteutsch

Foto: Amac Garbe

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