Unsere Tipps der Woche

Brückentagswoche. Also noch mehr Zeit, sich den vielfältigen Veranstaltungen in Dresden zu widmen. Oder – angesichts des fehlenden Tageslichts – mal wieder die Brettspiele rauszuholen. Wer da neues Material braucht, sollte unbedingt weiterlesen!

Montag, 1.10.

Uniformen haben ja eine unerklärliche Anziehungskraft, zumindest auf einige Menschen. Und auch die Mode haben sie immer wieder beeinflusst. „Übermännlich – Superweiblich? Die Uniform in der Mode der Moderne“ heißt der dazu passende Vortrag im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr im Dresdner Norden von Dr. Barbara Vinken von der Uni München. Es moderiert Dr. Anna-Lisa Dieter, um 18 Uhr geht’s los.

Sachsengespräch heißt ein Format von Ministerpräsident Michael Kretschmer, in der er alle sächsischen Landkreise und kreisfreien Städte besucht, um mit den Einwohner*innen ins Gespräch zu kommen. Heute steht Dresden auf dem Zettel und jede*r ist eingeladen, ab 19 Uhr in der Sächsischen Staatskanzlei mitzudiskutieren. Nicht nur der Ministerpräsident ist vor Ort, sondern auch zahlreiche andere Minister*innen und Staatssekretär*innen sowie Oberbürgermeister Dirk Hilbert. Einlass ab 18.15 Uhr.

Das Umundu-Festival ist in vollem Gange und hat unter dem Motto Utopien auch einige Filme im Programm, die in verschiedenen Dresdner Kinos zu sehen sind. Heute um 20 Uhr läuft im Programmkino Ost „Zeit für Utopien“. Fairphone und eine selbstverwaltete Teefabrik gehören zu den behandelten Themen. Der Eintritt ist frei.

Dienstag, 2.10.

GutMensch*. Ein Wort, das sich engagierte Menschen immer wieder anhören müssen. Und dem die LAG Queeres Netzwerk Sachsen, des Genderkompetenzzentrum Sachsen sowie die Landesarbeitsgemeinschaft Jungen- und Männerarbeit Sachsen in Kooperation mit dem Filmfest Dresden einen neuen, positiven Anstrich verpassen wollen – mit kurzen Filmen zur Geschlechtergerechtigkeit. Die touren ab heute durch Sachsen und starten im Dresdner Thalia Kino (20 Uhr). Dabei ist auch der Gewinnerfilm des in diesem Jahr zum ersten Mal beim Filmfest ausgelobten Goldenen Reiters* für GeschlechterGerechtigkeit: „Cat Days“.

Noch mal Umundu, noch mal PK Ost, anderes Thema: In „Thule Tuvalu“ geht es um zwei Orte auf Grönland bzw. im Pazifischen Ozean, die vom Klimawandel massiv bedroht sind. Start um 19.30 Uhr, Eintritt für fünf Euro.

Im Kino in der Fabrik geht es zu ebendieser Zeit ums Reisen, denn Autor Markus Steiner liest aus seinem Buch „Weltherz“.

Mittwoch, 3.10.

Das Kunsthaus Dresden ist im Oktober zu Gast auf Schloss Albrechtsberg, und zwar mit der Ausstellung „Freiheit zur Freiheit II. Erkundungen zu Kunst, Demokratie und Bedingungen von Freiheit“ sowie begleitenden Veranstaltungen. Zur Vernissage gibt es heute Schlossführungen (12 und 13.30 Uhr), einen Workshop, eine Podiumsdiskussion (15 Uhr), einen Ausstellungsrundgang (17.30 Uhr) sowie ein Konzert von BERGEN (19 Uhr).

Donnerstag, 4.10.

Das Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zeigt derzeit in der Galerie bautzner69 die Ausstellung „Wahlgang“. Die ist eher unterschwellig politisch, entstanden die Bilder doch Ende Februar 1990 bei einer Misswahl in Leipzig und bildet diese in seriellen Fotografien ab. Heute von 16 bis 19 Uhr zu sehen, ansonsten bis 3. November.

Freitag, 5.10.

Euer Spanisch oder Deutsch ist verbesserungswürdig? Oder Ihr habt einfach Lust auf sprachlichen Austausch? Beim Spanisch-Deutsch-Tandem im paupau-Deli habt Ihr ab 17 Uhr nicht nur die Gelegenheit dazu, Ihr bekommt auch Aufgaben und Simulationen gestellt – kostenfrei.

Auch die Interkulturellen Tage haben bis Samstag noch einiges zu bieten. In der Galerie Raskolnikow berichtet die Armenierin Agapi Mrktchian heute ab 19 Uhr von den zwei Seelen in ihrer Brust, von ihrem Leben zwischen Orient und Okzident. Dazu nutzt sie Gedichte, Kurzgeschichten und Märchen.

Samstag, 6.10.

Seit gestern und bis morgen heißt es in der Leipziger Messe wieder „modell-hobby-spiel“. Da gibt es alle Neuigkeiten rund um Modellbau, digitale Spielangebote, Basteln, Handarbeit, Deko, Spielzeug und mehr. Vor allem die Brettspiele stoßen dabei immer wieder auf besonderes Interesse, weshalb wir anlässlich der Messe fünf solcher Spiele verlosen.
Nr. 1: „Ladies & Gentlemen“ von Libellud, bei dem es darum geht, das eleganteste Paar der Stadt zu werden. Modebewusstes Gruppenspiel für bis zu zehn Personen ab 14 Jahren.
Nr. 2: Märchenhaft geht es bei „Sleeping Queens“ aus dem Hause Game Factory zu, denn verzauberte Damen wollen wachgeküsst und beschützt werden. Für zwei bis fünf Spieler*innen ab sieben Jahren.
Nr. 3: Partyspiel-Alarm, denn auch „Werwölfe – Morgengrauen“ von Ravensburger steht auf unserer Liste. Also seid achtsam, wenn Ihr die Augen schließt! Drei bis zehn Personen ab zehn Jahren können mitspielen.
Nr. 4: Eher Lust auf Abenteuer à la Indiana Jones? Dann ist „Tempel des Schreckens“ von Schmidt Spiele vielleicht das Richtige. Kartenspiel ab acht Jahren und für drei bis zehn Mitspieler*innen.
Nr. 5: Auch im Angebot: das Spiel des Jahres von 2013 von Abacusspiele. „Hanabi“ heißt das und ist für verbissene Spieler*innen eine ganz schöne Umstellung, denn hier heißt es: zusammenspielen, um das Feuerwerk zu zünden. Für zwei bis fünf Kooperateur*innen ab acht Jahren.
Ihr wollt eins der Spiele gewinnen? Dann schreibt bis 7. Oktober (20 Uhr) eine Mail an leserpost@campusrauschen.de und nennt uns Euer Wunschspiel! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, Teilnahme nur für Selbstabholer in Dresden.

Sonntag, 7.10.

Gerade ist der vieldiskutierte neue Film von Florian Henckel von Donnersmarck, „Werk ohne Autor“, angelaufen. Diskutiert aus verschiedenen Gründen. Drei Stunden dauert der Film an, der einen fiktiven Künstler aus Sachsen porträtiert, sich aber eindeutig an der Biografie von Gerhard Richter orientiert. Das bedeutet auch, dass drei Epochen deutscher Geschichte zum Tragen kommen: Nazideutschland, DDR und BRD. Das gelingt Henckel von Donnersmarck durchaus spannend, so dass der Film auch nicht mehr aus dem Kopf geht. Würde er dabei nur nicht manchmal so dermaßen dick auftragen, dass Hollywood auch von Weitem grüßt. Wer sich also etwas scheut vor diesem Mammutwerk, der kann sich Richter auch mit einem sehenswerten Dokumentarfilm nähern, den das Programmkino Ost heute um 11.30 Uhr zeigt: „Gerhard Richter Painting“.

Text: Nadine Faust

Foto: Amac Garbe

Korrektur: Die Mailadresse fürs Gewinnspiel wurde am 4. Oktober korrigiert.

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