Campuskolumne

Gehörst Du auch zu den Menschen, die schon schwitzige Hände bekommen, wenn sie das Wort Prüfung nur hören? Die Angst vor einem Blackout, genau dann, wenn es drauf ankommt, ist allgegenwärtig, aber nicht unheilbar. Mit ein paar einfachen Tricks besiegst Du den Prüfungshorror und bist im besten Fall so entspannt, dass Du nur wegen Deiner eigenen Faulheit durchrasselst.

Da Prüfungsangst im Kopf anfängt, kann sie auch da aufhören: Mit bewusst entspannenden Gedanken und ein wenig Selbstbestärkung wird aus „Oh Gott, ich schaff‘ das nicht!“ ein „Ich kann das!“. Mit der Zeit lässt sich diese positive Einstellung dann auch in der Prüfung anwenden. Gute Vorbereitung ist natürlich Voraussetzung für eine gute Prüfung und das darf ruhig in die Gedanken einfließen: Wenn die Panik angerollt kommt, setz‘ ihr ein „Ich bin vorbereitet.“ entgegen. Manchmal hilft es auch, Dir klarzumachen, dass Dein Körper mit Zittern, Schwitzen und Herzklopfen zwar reagiert, als wären zehn Säbelzahntiger hinter ihm her (und es sich zugegeben auch mindestens genauso beängstigend anfühlt), Dir aber in Wirklichkeit in der Prüfungssituation selbst nicht viel passieren kann. Du wirst trotz Panik mit hoher Wahrscheinlichkeit wohlbehalten aus der Prüfung herausspazieren, auch wenn Dein Nervensystem Dir vorher einen Kampf auf Leben und Tod signalisiert.

Macht es Dich zudem verrückt, wenn andere schon Monate vor der Prüfung panisch lernen und allen aufdrücken, wie schwierig und grauenhaft diese Prüfung sicher wird? Jeder hat mindestens einen dieser Panikstreber im Seminar. Da hilft gekonnt ignorieren. Geh Dir einen Kaffee holen, wenn die Gruselgeschichten von verhauenen Prüfungen ausgepackt werden, und denk daran: Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird! Wie jede gute Gruselstory sind auch Prüfungshorrorszenarien meist aufgebauscht. Mit dem Erzählen dieser versuchen Deine Mitstreiter meist nur, ihre eigene Angst zu kanalisieren. Denn ein Hauptauslöser für Prüfungshorror ist unsere eigene Versagensangst. Wenn wir das Scheitern aber einkalkulieren, nehmen wir diesem Szenario den Wind aus den Segeln. Frag Dich: Was passiert schlimmstenfalls, wenn ich jetzt durchfalle? Macht mich das zu einem schlechteren Menschen? Nein? Dann ist es halb so wild. Scheitern gehört zum Lernen und ist noch lange kein Grund, um schreiend im Kreis zu laufen. Mit so einer gelassenen Einstellung wird eine Prüfung zwar nicht zum Kaffeeklatsch, aber eben auch nichts mehr, das Dir Deinen wohlverdienten Schlaf raubt. Denn sind wir mal ehrlich: Die Energie, die Du verbrauchst, um Prüfungshorror zu schieben, kannst Du anderweitig viel besser gebrauchen. Für einen Kampf mit einem Säbelzahntiger zum Beispiel.

Text: Tanja Rudert

Foto: Amac Garbe

Ein Gedanke zu “Campuskolumne

  1. Prima beschrieben – wichtig ist es positiv zu denken, denn das bringt einen mehr voran, als nur neutral oder sogar „negativ“ eingestellt zu sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.