Unsere Tipps der Woche

Diese Woche haben wir für Euch zusammengestellt: Außerirdisches, unkonventionelle Kunsterlebnisse, einen Abend mit Postrock-Überlebenden, eine gute Mischung aus städtischem und dörflichem Dresden, musikalischen und filmischen Höhepunkten … Es gibt viel zu tun. Enttäuscht uns nicht!

Montag, 7.8.

Der erste Tipp bedarf der Vorbereitung. Zunächst gilt es, von Sonntag auf Montag so lange wie möglich zu schlafen. Wer nachts nicht genug Schlaf abbekommen hat, möge das den Tag über nachholen. Montag kann nämlich getrost verschlafen werden, denn eigentlich beginnt die Woche erst richtig mit dem Sci-Fi-Klassiker „Der Mann, der vom Himmel fiel“ (0.15 Uhr) von 1976 mit DAVID BOWIE in der außerirdischen Hauptrolle. Damit sind die Kaisermania-Qualen vom Wochenende am Elbufer natürlich nicht vergessen, aber es ist ein Anfang.

Dienstag, 8.8.

Im Rahmen des LackStreicheKleber-Festivals findet Dienstagnachmittag ein Rundgang durch die Ausstellung „FreightTrainWorks“ mit Künstler Jens Besser statt, der Euch in die „Geschichte des Güterzugmalens“ einführt. Treffpunkt: Leutewitzer Ring 35 (16 Uhr).

Ebenfalls zu empfehlen: die Ausstellung „Geniale Dilletanten. Subkultur der 1980er-Jahre in West- und Ostdeutschland“ im Albertinum (täglich: 10 bis 18 Uhr, außer montags). Diese zeigt die alternative Kunstszene der 80er – ein Mix aus Improvisation, Provokation und Antiästhetik.

By the way: Dienstag ist Weltkatzentag. Wann immer Ihr einer Katze begegnet – seid nett zu ihr! Das gilt natürlich nicht nur für den 8. August. Anlässlich dieses speziellen Feiertags startet auch ein filmisches Meisterwerk in den Dresdner Kinos, genauer: im Programmkino Ost. Die Dokumentation „Kedi – Von Katzen und Menschen“ zeigt Istanbul aus der Katzenperspektive. Sounds creepy? Fun fact: Bei imdb ist „Kedi“ (derzeitige Bewertung: 7,9) schon jetzt gleich auf mit dem neuen „Planet der Affen“.

Mittwoch, 9.8.

Auch am Mittwoch soll sich alles um die Kunst drehen. „Ich war’s nicht!“ – Illegal war die Kunst, legal die Repression: so der Titel des Künstlergesprächs mit Ralf Menzel. Dieser verschönerte DDR-Bauten mit Wandmalereien, nicht immer zur Freude der Staatsmacht. Ein Leben als Straßenkünstler in der DDR, immer dabei, Grenzen auszutesten, davon erzählt er im Hole of Fame (18 Uhr).

Donnerstag, 10.8.

Was wären die (meine) Wochentipps ohne Irland? Zugegeben, hier ist der Irland-Bezug eher willkürlich. Denn GOD IS AN ASTRONAUT haben es drauf – unabhängig von ihrer Herkunft. Vor allem ihre großartigen Live-Auftritte bescheren der Band eine 15-jährige Karriere. Neben MOGWAI, EF oder EXPLOSIONS IN THE SKY beweisen sie: Postrock’s not dead! Los geht’s im Beatpol um 21 Uhr.

Freitag, 11.8.

Wer noch nie in Laubegast war, der sollte das diesjährige Inselfest nutzen, um dieses niedliche Dörfchen am Rande Dresdens – und so kommt es einem vor – zu erkunden. Keine weiteren Tipps. Einfach hingehen. Treiben lassen. Stadt vergessen, Dorfkind werden. (Okay, ein Tipp doch noch: Sonntagnachmittag spielen MARMITAKO – ein interkulturelles, musikalisches Wunderwerk, das wahrlich Freude bringt.)

Samstag, 12.8.

Ab zum 17. Saloppe Seifenkistenrennen (15 Uhr), keine Widerrede!

Sonntag, 13.8.

Den Sonntag lasst Ihr entspannt bei einer musikalischen Vorlesung mit Utz Pannike & JU VON DÖLZSCHEN auf der Wiese hinter dem Japanischen Palais ausklingen. Wenn ein Schauspieler und ein Loopstation-Musiker zusammenkommen, dann wird sicher nicht nur vorgelesen. Das überwachen auch zwei der Herausgeber des Bookzins „Stadtluft Dresden“, aus dem Pannike „lesen“ wird – (Campusrauschen-)Fotograf Amac Garbe und Journalist Peter Ufer.

Text: Marie-Therese Greiner-Adam

Foto: Amac Garbe

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