7 Dinge, die TU-Studenten wissen sollten

Viele Verwaltungseinheiten und alle kochen ihr eigenes Süppchen: Eine große Institution wie die TU Dresden kann verwirrend sein. Wohin wendet man sich mit welchem Problem? Welches Portal muss man verwenden? Die Organisation ist in einigen Bereichen der TU alles andere als exzellent. Darum haben wir ein paar Tipps und Tricks zusammengetragen, die im Studienalltag helfen.

1. Du wurdest exmatrikuliert, weil Du vergessen hast, den Semesterbeitrag zu überweisen. Kein Weltuntergang! Auf der Exmatrikulationsbescheinigung steht, dass Du Widerspruch einlegen kannst. Das geht formlos. Du schreibst einen Brief ans Immatrikulationsamt mit dem Satz: „Gegen die Exmatrikulation lege ich Widerspruch ein.“ Dann überweist Du den Semesterbeitrag und steckst den Überweisungsbeleg in den Brief. Sobald der Brief durch die Verwaltungsmühlen gerattert ist, bekommst Du Deinen Semesterbogen. Trotzdem lohnt es sich, die Rückmeldefristen einzuhalten – sonst hast Du einige Wochen lang kein gültiges Semesterticket.

2. Die Prüfungsämter und das Immatrikulationsamt kommunizieren nicht besonders viel. So sagen die Prüfungsämter dem Imma-Amt nicht, welche Studenten ihre Abschlussarbeit abgegeben haben. Gibst Du also im Mai Deine Masterarbeit ab, kannst Du noch bis Oktober immatrikuliert bleiben. Das hat den Vorteil, weiterhin als Student kranken- und unfallversichert zu sein und das Semesterticket weiter nutzen zu können. Natürlich ist das nur sinnvoll, wenn Du nicht direkt nach dem Abschluss einen Job hast. In diesem Fall solltest Du Dich selbst exmatrikulieren.

3. Vorsicht bei Wiederholungsprüfungen! Wer eine Prüfung nicht besteht, sollte sich nicht exmatrikulieren – in der Hoffnung, die Prüfung nicht an der TU Dresden wiederholen zu müssen. Als Studierender bist Du dazu verpflichtet, offene Wiederholungsprüfungen im laufenden Prüfungsverfahren zu Ende zu bringen. Das heißt also: Auch wenn Du Dich exmatrikulierst, musst Du die Wiederholungsprüfung schreiben. Tust Du das nicht, wird sie mit 5,0 bewertet. Mehr zum Thema Exmatrikulation kannst Du hier lesen.

4. Du brauchst unbedingt dieses eine Buch für Deine Seminararbeit und die SLUB führt es nicht. Dann kannst Du der Bibliothek einen Kauftipp geben. In der Regel kauft die SLUB das Buch und Du darfst es als Erster leihen.

5. Die TU Dresden hat viele Portale für verschiedene Anliegen – im Gegensatz zu anderen Unis, bei denen es ein Portal für alles gibt. An der TU darfst Du Dich immer wieder woanders ein- und ausloggen. Hier eine Übersicht zum Portaldschungel:

SELMA: Ausgeschrieben auch Selbstmanagementportal. Nützlich für Adressänderung, Studiengangswechsel, fällige Semesterbeiträge, Immatrikulations- oder BAföG-Bescheinigung herunterladen, Exmatrikulation, Namensänderung, Rückerstattung des Semesterbeitrags, Beurlaubung.

OPAL: Ausgeschrieben Online-Plattform für akademisches Lernen. Hier kannst Du Dich in Seminare und Vorlesungen einschreiben sowie Texte, Präsentationen und Co. herunterladen.

HISQIS: Wird von den Prüfungsämtern genutzt. Entsprechend kannst Du Dich hier für Prüfungen an- oder abmelden und Noten einsehen sowie die Notenübersicht ausdrucken.

Wenn es um E-Mail-Postfächer geht, hat die TU Dresden zwei im Angebot: HORDE für alle, die sich vor dem Wintersemester 2014/15 eingeschrieben haben, und MS Exchange für die, die danach ihr Studium begonnen haben. In beiden Postfächern trudeln alle E-Mails ein, die von offizieller Stelle geschrieben werden. Außerdem kannst Du sie als Kalender, Adress- und Notizbuch nutzen. Wer keine Lust darauf hat, richtet sich eine Weiterleitung zu einem privaten E-Mail-Konto ein. Übrigens: Wer sein Studium beendet hat, also exmatrikuliert ist, verliert sein TU-E-Mail-Konto.

LSKonline: Nicht für alle Kurse kannst Du Dich via OPAL einschreiben. Willst Du einen Sprachkurs belegen, darfst Du über LSKonline gehen. Dort kannst Du Dich einschreiben, Noten einsehen und Scheine ausdrucken.

ePortal: Nutzen Mediziner und Zahnmediziner für Stundenpläne und Co.

Cloudstore: Ist ein Filehosting-Dienst und läuft über Server der TU Dresden. Cloudstore funktioniert ähnlich wie Dropbox oder Google Drive. Du kannst Dokumente, Bilder usw. ablegen, sie mit anderen teilen und Links zum Dokument versenden. Dafür hast Du auf Cloudstore 2 Gigabyte Platz.

jExam: Anders ist es in der Informatik: Da wird jExam zur Prüfungsanmeldung verwendet. Außerdem kann man sich in Lehrveranstaltungen einschreiben – ein bisschen wie OPAL und Hisqis in einem. Hinzu kommt, dass Lehrende manchmal Materialien auf der Website des Instituts bereitstellen. Kein Wunder, denn wer klickt sich gern durch OPAL …

6. Doch es gibt nicht nur viele Portale, auch viele Karten. Während andere Universitäten eine Karte für alles haben, gibt es an der TU Dresden vier: für die Mensa, die Bibliothek, zum Kopieren und der Studentenausweis, der zugleich Ticket für den ÖPNV ist. Allerdings nur gemeinsam mit dem Personalausweis (5. Karte), weil da ein Bild drauf ist. Hinzu kommt: Wer einen Sportkurs macht, muss sich selbst den Papierschnipsel ausdrucken. Könnte man eigentlich alles in einer Karte vereinen, oder? Dazu gibt es erste Ansätze. Das Projekt nennt sich Campus4You. Das Campusradio Dresden hat sich ausführlicher mit dem Thema beschäftigt. Der Nachteil: Eine Karte für alles gibt es wahrscheinlich erst ab 2019.

7. Möchtest Du ein Urlaubssemester einlegen? Dann musst Du Dich normalerweise an Fristen halten: Eine Beurlaubung kann man in der Rückmeldefrist im SELMA-Portal beantragen. Bei einem guten Grund (zum Beispiel Krankheit) kannst Du aber bis zu zwei Monate nach Semesterbeginn einen Urlaubsantrag stellen. Mehr dazu gibt‘s hier zu lesen.

Text: Fabian Sonne

Foto: Amac Garbe

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