Naturparadies am Ende der Welt

Neuseeland ist das jüngste Land der Welt und hat von Gletschern über Traumstrände und Regenwälder bis zu Thermalgebieten einiges zu bieten. Im Land der Kiwis kann man Natur hautnah erleben und ist ihr geradezu ausgesetzt.

In Neuseeland gibt es kaum Kriminalität, keine gefährlichen Tiere und wenige Großstädte. Die Idylle wird jedoch immer wieder von der wackelnden Erde gestört. Im äußersten Süden der Nordinsel befindet sich die Hauptstadt, die ihrem Kosenamen „Windy Wellington“ alle Ehre macht. Besonders in der Region Wellington kommt es häufig zu Erdbeben, sodass die Häuser erdbebensicher gebaut werden.

Der Besuch im Nationalmuseum ist kostenlos. Das Te Papa Museum of New Zealand ist nicht nur bei schlechtem Wetter eine Attraktion, um in die Geschichte Neuseelands einzutauchen. Ein weiteres Highlight ist der auf einem Hügel gelegene Botanic Garden, der bequem mit der roten Cable Car erreicht werden kann. Oben angekommen kann man entspannt die Aussicht über Wellington genießen. Neben der einzigartigen Pflanzenwelt finden in den Sommermonaten außerdem Konzerte statt.

Wer schon immer mal wissen wollte, was hinter den Filmen „Herr der Ringe“ und „Hobbit“ steckt, für den lohnt sich ein Besuch im Museum Weta Cave. Mit Tagestouren kann man zudem die ehemaligen Drehorte besuchen, die rund um Wellington liegen. Hier wohnt der Regisseur Peter Jackson und hier befinden sich zudem die Weta Studios.

Auf dem Weg gen Norden sollte man unbedingt einen Stopp in der Thermalstadt Rotorua einlegen. Durch die hohe thermale Aktivität liegt ein permanenter Schwefelgeruch in der Luft. Das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland ist ein Thermalgebiet südlich von Rotorua, in dem es aus Schlammlöchern blubbert und Geysire glühend heißes Wasser spucken. Verschiedene Mineralien verwandeln die Seen in ein farbenfrohes Erlebnis.

Ganz im Norden des Landes befindet sich der Ninety Mile Beach, der sich nicht wie angenommen neunundneunzig, sondern fünfundfünfzig Meilen entlang des Tasmanischen Sees erstreckt. Der Strand ist als Straße nutzbar, jedoch ist dies nur mit einem Allradantrieb zu empfehlen, wie die Autowracks am Strand bezeugen. Am Rande des Strandes befinden sich Sanddünen, die man hinunterboarden kann. Der Ninety Mile Beach endet am nördlichen Ende des Landes, dem Cape Reinga. Am Kap treffen der Pazifische Ozean und der Tasmanische See aufeinander und seit 1941 befindet sich hier ein Leuchtturm.

Reiseservice:

Hinkommen: Mit einer reinen Flugdauer von circa 23 Stunden (weitere 4 bis 6 Stunden sollten für den Umstieg dazugerechnet werden) und Flugkosten ab 1.000 Euro hin und zurück lohnt sich der Besuch nur für einen längeren Trip.

Rumkommen: Fliegen im Inland ist billig und unkompliziert. Außerdem gibt es zahlreiche günstige Busverbindungen. Die Anzahl der Zuglinien ist rar und zudem ist Bahnfahren teuer. Besonders mobil ist man mit einem Mietwagen oder man kauft sich bei einem längeren Aufenthalt gleich ein eigenes Auto. Von der Nord- zur Südinsel gelangt man mit den Fähren Interislander oder Bluebridge.

Reisezeit: Im Januar und Februar ist es am wärmsten, im Juli am kältesten. Besonders in den Sommermonaten sollte man sich vor der erhöhten UV-Strahlung in Acht nehmen. Je weiter man nach Süden reist, desto kälter wird es. Im Norden ist das Klima subtropisch und im Süden herrscht mitteleuropäisches Klima.

Essen: Generell ist die neuseeländische Küche britischen, amerikanischen und asiatischen Einflüssen ausgesetzt. Fish and Chips findet man zum Beispiel an jeder Ecke. Unbedingt sollte man Pavlova probieren. Diese Torte aus Baiser, Sahne und Früchten ist ein Nationalgericht der Kiwis. Das landwirtschaftliche Neuseeland bietet eine Vielfalt an Obst- und Gemüsesorten von Kiwi über Avocado bis zur Kumara (Süßkartoffel). Es gibt sehr viele Schafe und demnach landet viel Lammfleisch auf den Tellern.

Trinken: L&P ist ein zitronig spritziges, nur in Neuseeland erhältliches Erfrischungsgetränk mit Kultstatus. Außerdem sollte neuseeländischer Wein unbedingt gekostet werden, zahlreiche Weinanbaugebiete ziehen sich über das Land.

Übernachten: 25 Neuseeland-Dollar (16 Euro) bezahlt man für ein Backpacker Hostel.

Text und Fotos: Bianca Seidel

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