Editorial, oder: Der Patient lebt

Es ist vorbei. Nulllinie im Kopf. Der Name „ad rem“ wurde im September 2016 überraschend verkauft – ohne das Personal. Doch haben wir – die ehemaligen Redakteure der Wochenzeitung – die Apokalypse nicht schon im Juli in unserer letzten Ausgabe nichts ahnend und doch ahnungsvoll kommen sehen? „Manchmal muss man eben lächelnd in das grauenvolle Ende laufen“, schrieb unser Autor Paul Drogla da. Und: „Die Apokalypse impliziert aber auch Hoffnung auf Erlösung.“ Der rettende Herzschlag setzt wieder ein. Wir stehen auf, klopfen uns den Staub von den Klamotten – und machen allein weiter.

Nun also ein Blog über Dresden. Ein Blog für Studenten. Und für alle anderen, die sich diesem Lebensabschnitt nah oder verbunden fühlen. Die manchmal auch einen Blick über die Stadt hinauswerfen. Nach Sachsen, in die Welt. Die mehr wissen wollen, als in Anzeigenblättern steht. Die jungen Leuten beim Wachsen zuschauen wollen – beziehungsweise dabei mitlesen. Die selbst wachsen möchten, indem sie journalistisches Neuland betreten.

Wir setzen dabei auf unsere gesammelten Erfahrungen und Kompetenzen. Nicht umsonst haben wir den 14. Dezember als Tag für unsere Auferstehung gewählt – drei Monate nach unserem plötzlichen Tod. Die Zeitung mit dem lateinischen Namen würde heute 27 Lenze zählen. Nun steigen wir wie Phönix aus der Asche, lassen los und tauchen wieder ein in das Rauschen auf dem Campus, lauschen dem Gemurmel der Leute. Wenn wir dabei vor lauter Stadtlärm mal wichtige Themen übersehen: Stupst uns an, weckt uns auf oder schreibt einfach selbst mit! Denn wie schrieben wir schon im Juli: „Rettung ist nah!“ Und wir legen wieder los.

Text: Nadine Faust

Foto: Amac Garbe

 

5 Gedanken zu “Editorial, oder: Der Patient lebt

  1. Herzlich Willkommen zurück! Ihr ahnt ja gar nicht, wie sehr es mich freut, Euch wieder zu lesen! Bleibt neugierig und sachlich und wild und verrückt. Ich bin gespannt, wo die Reise hingeht.

  2. Glückwunsch zur Taufe und alles Gute!

    Es ist sehr schade um die AdRem, vor allem, da es doch starke inhaltliche Unterschiede zu Mitbewerben sichtbar waren.
    Aber vielleicht ist das wirklich eine Chance, wer liest denn heute noch bedrucktes Papier …

    Daumendrückend!!! … Tom

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